Mindestanforderungen für sichere Regenwasseranlagen im häuslichen Bereich

  1. Keine Regenwassernutzung von asbesthaltigen Dächern, Terrassen, Hof, oder sonstigen Verkehrsflächen, da dieses Wasser stark belastetet ist (Risiko von Hunde-/Katzenkot, Putzmittel bei Terrassen, Fahrzeugrückstände).
  2. Nur Bauteile und Zubehör aus dauerhaft rostfreien Materialien verwenden (kein verzinktes Material).
  3. Regenwasserspeicher sollten bis zum maximalen Füllstand nur aus einem Teil gefertigt sein. (Keine "Ringzisternen")
  4. Richtig dimensioniertes Speichervolumen, das ein mehrmaliges Überlaufen im Jahr sicherstellt (max. 6% vom jährl. Regenertrag)
  5. Regenwasser kühl und lichtgeschützt lagern, was durch Erdtanks am besten sichergestellt ist.
  6. Sicherung des Regenwasserspeichers vor Oberflächenwasser, Kanalrückstau und Tieren (z.B. Ratten aus der Kanalisation).
  7. Sicherung des Regenwasserspeichers gegen Auftrieb.
  8. Drucklose Filtration des Regenwassers vor dem Speicher. (Vorzugsweise wartungsarme Filter verwenden, die keinen Schmutz ansammeln).
  9. Sichere Dachentwässerung, auch bei Störungen in der Regenwasseranlage. Beachtung der DIN 1986.
  10. Strömungsberuhigter Wasserzulauf im unteren Speicherbereich (ungestörte Sedimentation, Sauerstoffanreicherung des Lagerwassers, Klärfunktion).
  11. Speicherüberlauf mit ausreichend dimensioniertem Geruchsverschluß und angeschrägtem Auslauf zur Selbstreinigung des Speichers von Schwimmstoffen und fetthaltigem Oberflächenschmutz.
  12. Nur hochwertige und sparsame Hauswasserstationen (Pumpen) aus rostfreien Materialien verwenden, ohne ohne Druckausgleichgefäße (Risko der Verkeimung und Zerstörung der Membrane). Durch Pumpen-Schaltautomaten mit integriertem Trockenlaufschutz sind die Pumpen am besten geschützt und benötigen keine Druckausgleichgefäße.
  13. Regenwasserdruckleitungen nur aus Kunststoff oder Edelstahl (bei Kupfer besteht das Risiko von Lochfraß!)
  14. Keine ,,Feinfilter" in der Ansaug- oder Druckleitung (Gefahr der Verstopfung und Beschädigung der Pumpe).
  15. Keine direkte Verbindung zwischen Trink- und Regenwasserleitungen. Strikte Einhaltung der DIN 1988.
  16. Dauerhafte Kennzeichnung der Rohrleitungen und Zapfstellen mit „Kein Trinkwasser“. Sicherung der Zapfstellen gegen unbeabsichtigte Nutzung.
Anlagen, die diese Mindestanforderungen einhalten, erreichen in der Regel eine Wasserqualität die der EU-Richtlinie für Badegewässer entspricht.
Eine Verwendung dieses Wassers für Toilettenspülung, Gartenbewässerung, Wäschewaschen und Putzzwecke ist als unbedenklich anzusehen und gemäß der aktuellen Trinkwasserverordnung zugelassen.

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